Markt Zell am Main

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Sebastian Reich & Amanda in Zell a. Main

Foto: Kulturreferent Thomas Hetterich
Foto: Kulturreferent Thomas Hetterich

Endlich wieder Kulturveranstaltungen!
Seit vielen Monaten musste man auf Live-Kulturevents verzichten, doch Mitte Juni war es in Zell a. Main soweit: Sebastian Reich & Amanda standen in der Maintalhalle mit ihrem Best of-Programm auf einer richtigen Bühne mit echtem Publikum. „Ist das ein Maskenball“, fragte zwar die freche Nilpferddame, aber alle Gäste nahmen zum gegenseitigen Schutz gerne in Kauf, auch am Platz einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
 
Erster Bürgermeister Kipke begrüßte die Gäste und erinnerte nochmals an die AHA-Regeln, freute sich aber sehr über die vielen Zuschauer, die zur Kulturveranstaltung geströmt waren. Woran es wohl gelegen hat, dass man für einen Auftritt in Zell a. Main so eine gutaussehende Nilpferddame gewinnen konnte? Vielleicht wegen der Lage am attraktiven Mainufer, das ja eine wahre Wellnessoase für Nilpferde ist? Oder vielleicht konnte man den deutschlandweit bekannten Bauchredner Sebastian Reich auch überzeugen, weil sich der Ort schon seit Jahrzehnten für Kultur stark macht und selbst in der Pandemie kulturelle Lichtblicke für Kunstschaffende und Kulturinteressierte schaffen wollte? In Sachen Kultur ist man mit dem gemeindlichen Arbeitskreis Kultur, der promusica, den Zeller Böck, der Theater Company, dem Musik- und Gesangverein, der Square- und Linedance-Gruppen sowie Kulturveranstaltungen von Vereinen und Kirchen überdurchschnittlich gut aufgestellt. Und darauf ist man stolz. Kipke bedankte sich herzlich bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Kulturkeller-Teams und bei Sabine Pichler (Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit der Marktgemeinde), die alle viel Herzblut und Arbeit in die Vorbereitung und Durchführung der Doppelveranstaltung gesteckt hatten. Ein Dank ging auch an das Team der St. Laurentius Apotheke Zell a. Main, das alle Teilnehmer vor der Veranstaltung teste und an die Gäste selbst, die durch den Nachweis eines negativen Tests oder einer Covid-19-Impfung dazu beitrugen, dass sich alle Teilnehmer sicher fühlten und die Zeit in der Maintalhalle unbeschwert genießen konnten.
 
Bürgermeister Kipke wurde nicht nur durch seine nette Begrüßung zu Amandas Liebling, sondern auch, weil er das Nilpferd mit einem Schild: „Amanda, ich will ein Kind von dir“ überraschte. „Ist der Joachim noch da“, hörte man dann häufiger während der lustigen Veranstaltung. „Joachim kommt sogar später noch zur zweiten Veranstaltung“, versprach Reich seiner Amanda. Diese antwortete: „Warum? Weil er die Gags beim ersten Mal nicht verstanden hat“
 
Sebastian Reich & Amanda schafften es in den 2 x 45 Minuten, Kinder wie Erwachsene mit den Highlights aus den früheren Programmen zum Lachen zu bringen und nach vielen Monaten ohne Live-Auftritte immer noch mit Leichtigkeit zu begeistern und mitzureißen. Faszinierend war dabei zu sehen, wie es Reich gelang, Amanda zu einem lebendigen, eigenständigen und eigenwilligen Wesen werden zu lassen. So etwas kann nur ein begnadeter Bauchredner. Außerordentlich war auch, wenn er seine Puppen singen ließ. Und das absolut ungefährlich für Veranstalter und Gäste, da alle Aerosole nicht in die Luft, sondern direkt in Sebastians Bauch gingen. Daraus resultierte ein Vorteil für den Veranstalter: der Abstand der Stühle im Raum musste trotz Gesang nur 1,5 Meter betragen ?. Viele Gags und Wortspiele bezogen das Publikum und deren Herkunft ein oder ergaben sich spontan aus der Situation des Moments, was eine sehr persönliche und einzigartige Atmosphäre erzeugte. Amanda: „Da hat einer genießt! Müssen wir jetzt evakuieren“ oder „da kommt noch ein verspäteter Gast, jetzt ist Erlabrunn komplett in Zell.“
 
Sebastian Reich hatte als Special Guest, den aus Fastnacht in Franken bekannten und vermeintlichen Glücksexperten, PigNic mitgebracht. Das Marzipanglücksschwein in Folie bedauerte, noch nie jemanden Glück gebracht zu haben. So war es kürzlich z. B. ein Geschenk an die SPD vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewesen oder jetzt in Franken das Glücksschwein der Würzburger Kickers. Nach mehrmaligem „Nö“ als Antwort auf die Aufforderung etwas zu singen, gab es dann doch ein „schönes“ Lied zu hören. PigNic sang über all das Pech, das es in seinem bisherigen Leben als schwarzes Schaf der Familie hatte. Die ganze Schweineverwandten hatte es zu etwas gebracht: „Meine Cousine - wurde sogar Model - in der Wurstvitrine“.
 
Mit der immer glücklichen Amanda beendete Reich das abwechslungsreiche Programm in dem herzhaft gelacht und das mit viel Applaus und Standing Ovation belohnt wurde. Die Gäste, der Künstler und die Mitarbeiter des Arbeitskreises Kultur waren sichtlich glücklich nach dieser ersten Kulturveranstaltung nach langer Coronapause.

Foto: S. Pichler
Foto: S. Pichler
Foto: S. Pichler
Foto: S. Pichler
Foto: S. Pichler
Foto: S. Pichler
Screenshot FB-Video Sebastian Reich
Screenshot FB-Video Sebastian Reich